Chorwochenende 2014

Der erste Eindruck unserer neuen Unterkunft war einfach nur wow! Die letzten zwei Jahre haben wir das Chorwochenende doch recht rustikal und wildromantisch auf einer Berghütte verbracht – diesmal war die Anreise einerseits viel kürzer und aufgrund von durchgehender Asphaltierung auch ungefährlich für den Unterboden von Rolands heiß geliebtem Golf.

Das Architektenhaus konnte mit einem achteckigen (!) riesigen Wohnbereich aufwarten, der neben den Chorproben auch für andere Übungen genutzt wurde: Morgens stand zum Beispiel Breema mit Christine am Programm. Um uns aus der Reserve zu locken und dem diesjährigen Konzertthema
D´accord singt Großes Kino gerecht zu werden, mussten wir auch schauspielerische Übungen absolvieren.

In den Pausen wurde erstmals das mittlerweile legendäre Ballspiel „Four Square“ eingeführt – dabei braucht es nur ein Stück Kreide, einen Ball und vier bis 99 Personen 😊. Zwischendurch genossen wir die ersten warmen Frühlingssonnenstrahlen. Nachts war es dann doch noch recht frisch, was aber Andrea nicht davon abhielt, ihr Klappbett auf der Terrasse aufzuschlagen.

Alex hatte in diesen Tagen etwas ganz anderes im Sinn. Am Nachbargrundstück waren neben dem Geflügel inklusive notorisch zu früh krähendem Hahn auch Hasen beheimatet. Die Tierliebe unseres herzallerliebsten Basses ist jedoch eher kulinarischer Natur: ein Nachbarshase landete eines Abends tatsächlich im Topf unserer Küche. Auch wenn wir zugegebenermaßen ziemliche Stadtkinder sind – wenn ein 1,85 Meter großer Typ mit einem toten Hasen im Wohnzimmer auftaucht, ist das immer ein bemerkenswertes Erlebnis! Was mich persönlich betrifft, wollte ich dann aber doch nicht vom im Rotwein gekochten Haseneintopf kosten – die Vorstellung, ihn noch am Vortag besucht zu haben, hat mich doch zum vegetarischen Teller greifen lassen.

Einziger Nachteil der Unterkunft waren die äußerst dünnen Wände, die einem das Gefühl vermittelten, direkt im Schnarcherzimmer zu nächtigen (ja, die wurden extra zusammengesteckt!) Aber so ein paar schlafarme Nächte gehören fast dazu beim Chorwochenende.

Deswegen heißt es: Nächstes Jahr auf ein Neues!

Lisa B.